Veröffentlicht am 12.02.2019
Wo kommt eigentlich das Geld her, das jede Kirchengemeinde bekommt? Grob gesagt von den Menschen, die Kirchensteuer zahlen. Nach einem bestimmten Schlüssel weist die Landeskirche den einzelnen Gemeinden die finanziellen Mittel zu. Aus der Grafik kann man entnehmen, dass landeskirchenweit über 60% für Gottesdienst, Gemeindepfarrdienst und Kirchenmusik verwandt werden, 10% für Gebäude und 6% für soziale Zwecke. 
Danke all denen, die Kirchensteuer zahlen und so hinter der wichtigen Arbeit der evangelischen Kirche stehen.
 
 

Öffentliche Finanzen und konkrete Kollekten in der Kreuzkirche

Der Haushalt einer Kirchengemeinde ist öffentlich. Jedes Jahr wird der Gemeinde die Möglichkeit gegeben, diesen einzusehen. Der Kirchenvorstand beschließt jeweils für zwei Jahre, in welche Aufgaben die Gelder fließen sollen. Ein wichtiges und verantwortungsvolles Handlungsfeld, auch wenn der Spielraum durch Personalausgaben (Gemeindereferentinnenstellen, Küsterdienst und Gemeindebüro) relativ klein ist. 
„Die Kosten für die Gemeindereferentinnenstellen schlagen mit gut 50.000 € zu Buche, Zuweisungen von der Landeskirche gibt es für uns allerdings keine. Die Kosten müssen wir allein durch (Groß)-Spenden und Kollekten begleichen“, erklärt der Pfarrer die Herausforderungen für die kommenden Jahre. So sei es selbstverständlich, dass zwei eigene Kollekten im Monat für das Projekt „Zukunft leben 2018+“ verwandt werden und die Einnahmen in der Spendenkiste links am Ausgang komplett für diese Arbeit genutzt werden. In 2018 hat die Spendenkiste insgesamt 2.559,92 € ergeben. Toll! Außerdem wird je einmal monatlich für soziale Zwecke innerhalb der eigenen Gemeinde und für die Finanzierung von Ehrenamtlichenarbeit in der Kreuzkirche gesammelt – jeweils im Körbchen rechts am Ausgang.
Danke für Ihre Kollekten im Gottesdienst!
Zukunft leben 3.984,33 €
Ehrenamt 523,47 €
Soziale Not 713,99 €
 
Mitte Januar hat der Kirchenvorstand entschieden, die Aufteilung der gemeindlichen Kollekten beizubehalten. Immer wieder sind auch Kollekten von der Landeskirche vorgegeben. Die Erfahrung zeigt, dass die Menschen in der Regel lieber vor Ort helfen und in der landeskirchlichen Kollekte links am Ausgang oft nur wenige Euro einlegen.
 

Teamarbeit: Nicht jeder hat Spaß an Excel

An den Finanzen sieht man auch, wie vielfältig die Arbeit in der Kirchenvorstandsarbeit ist. Nicht jeder hat Spaß an Gelddingen und Excel-Auswertungen, das ist auch nicht notwendig. Wenn ein bis zwei Mitglieder im Kirchenvorstand hier stellvertretend für die anderen die Aufgaben übernehmen und verständlich aufbereiten, gelingt die Arbeit gut. 
Viele helfen mit ihren Begabungen mit und nicht jeder muss alles tun und alles können. Das ist Kirchenvorstandsarbeit, wie sie in der Kreuzkirche gelebt wird.


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