Veröffentlicht am 31.12.2018

Christen feiern Jahresabschlussgottesdienste - wie in der Kreuzkirche in Fulda

Wie an den meisten Orten im Landkreis Fulda und anderenorts wird auch in der Evangelischen Kreuzkirche Fulda-Neuenberg zum Jahresabschluss Gottesdienst gefeiert. Menschen blicken zurück auf Schweres und Schönes aus 2018 und schauen in die Zukunft. Der Blick zum Himmel ist für Pfarrer Stefan Bürger ein Bild für einen Perspektivwechsel: Weg von sich, hin zu Gott.
 
Foto (Katharina Jäger / KM Architekten): Kreuzkirche
Foto (Malte Bürger): Pfarrer Stefan Bürger
Pfarrer Stefan Bürger lädt in seiner Predigt die Gottesdienstbesucher zu einem Perspektivwechsel des Glaubens ein. „Hebt eure Augen auf zum Himmel, sagt uns der Prophet Jesaja. Richten wir den Blick doch mal nicht allein auf das, was wir tun, sondern auf das, was Gott uns schenkt und zusagt“, ruft er der Gemeinde des Altjahrsabends zu. Die Zukunft für das Jahr 2019 werde hoffnungsvoll, wenn sich jeder einzelne auf das verließe, was Gott gibt, seine Heil, seine Gerechtigkeit. Wenn man Gott für sich sorgen lasse, anstatt sich selbst zu sorgen. Wenn die Krisen, die Krankheiten kämen, könne man sich auf Gottes Nähe verlassen, macht der Pfarrer Mut.

Kreuzkirche mit Zukunft: Den „Himmel“ zu den Menschen bringen

Beim Blick in die Zukunft richtet der 50-jährige Pfarrer, der dieses Jahr 20 Jahre an der Kreuzkirche ist, auch den Blick auf die Gemeinde, die in den letzten Jahren um 900 Gemeindeglieder gewachsen ist und so zukunftsfähig sei. Es sei ein Segen, dass es die beiden neuen Gemeindereferentinnen gäbe, die Menschen, Jung und Alt im Glauben förderten, sich für Ehrenamtliche einbrächten und in der städtischen Gemeinwesenarbeit eine wichtige Stimme hätten. Er wünsche sich, dass durch sie und durch die rund 130 Ehrenamtlichen der Himmel zu den Menschen gebracht würde, zu den Konfirmanden, den Krabbelkindern, zu den Kranken, zu Jungen und Alten. Offen und noch keineswegs klar sei auch die Frage, ob die Kirchengemeinde nach dem Gemeindewachstum der letzten 20 Jahre eine weitere halbe Pfarrstelle bekomme. Der Kirchenkreis erarbeitet gerade einen Pfarrstellenplan für die kommenden Jahre. Neues werde es auch geben, wenn im September 2019 ein neuer Kirchenvorstand gewählt würde und gut die Hälfte berufs- und altersbedingt nicht mehr anträten. „Wenn uns bange ist, halten wir uns daran, was uns zugesagt ist, heben wir die Augen zu Himmel und verlassen uns auf Gottes Heil und auf seine Gerechtigkeit, dann wird das Jahr 2019 gut“, lädt der Pfarrer zum Gottvertrauen ein. „Gerade jetzt“ sei da ein gutes Motto der landeskirchenweiten Kampagne für die Kirchenvorstandswahl 2019.

Gemeindemotto: Gemeinsam unterwegs

Gemeinsam feiert die Gemeinde getreu ihrem Gemeindemotto „Gemeinsam unterwegs“ Abendmahl, als himmlische Speise und Stärkung auf dem Weg ins neue Jahr. Zum Schluss des Gottesdienstes befehlen sich die Besucherinnen und Besucher schließlich Gott an und singen mit Begleitung von Christopher Schnell an der Orgel nach dem Text von Dietrich Bonhoeffer: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“ 
Nachts dann werde es auch noch mal ein hörbares Zeichen der Kirchen geben, wenn um 00.00 Uhr, vielerorts die Glocken läuten. In der Mediathek ist die Predigt als Audiodatei zu hören.


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