Veröffentlicht am 24.09.2019

Kreuzkirche gestaltet Zukunft – auch mit spendenfinanzierten Gemeindereferentinnen

„Ja, mit Gottes Hilfe!“ – so bestätigen Christina Hufeisen und Julia Nöthel ihre Beauftragungen zum Dienst als Jugend- und Gemeindereferentinnen der Evangelischen Kreuzkirche Fulda im Gottesdienst zum Gemeindefest und zur Kirchenvorstandswahl. Seit einem Jahr sind sie bereits im Dienst. 
 
Jugendreferentinnen (Foto: Christine Hartmann): Eingeführt wurden durch den Kirchenvorstand und Pfarrer Bürger (v.r.) Gemeindereferentinnen Julia Nöthel und Christina Hufeisen.
„Kirche machen“, „Verbinden“ und „Zusammenstehen“, so steht es auf dem Liedblatt im mit gut gefüllten Gottesdienst der Kreuzkirche in Fulda-Neuenberg. Rund 25 Kinder nahmen am Kindergottesdienst teil. Hier wie auch anderswo in ganz Kurhessen-Waldeck sind heute die Menschen zur Kirchenvorstandswahl unter dem Motto „Gerade Jetzt. Dein Kreuz zählt“ aufgerufen. Pfarrer Stefan Bürger (51) betont, dass die Kirche mit ihren Wahlen, ihren Gremien urdemokratisch sei. Jedes Mitglied habe eine Stimme, schon ab 14 Jahren. Die Gemeinde stehe vor Herausforderungen, anders als vielerorts wachse man durch Zuzug und müsse schauen, wie man trotz der rund 900 neuen Gemeindeglieder in den letzten 15 Jahren mit beispielsweise derzeit 40 Konfirmanden attraktive Gemeinde sein könne. Ein Mittel für mehr Freiraum sei dazu derzeit auch, einmal monatlich keinen eigenen Gottesdienst anzubieten und auf Nachbargemeinden hinzuweisen.

Einzig spendenfinanzierte Stelle in Kurhessen-Waldeck

Ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Kirche seien die beiden Teilzeitstellen der Gemeindereferentinnen Christina Hufeisen (36) und Julia Nöthel (27) unter dem Motto „Zukunft leben2018+“. Beide erzählen unter der Überschrift „Gerade jetzt“ in ihrem eigenen Predigtteilen von der Arbeit, die sie für Kinder, Jugend und Gemeinde leisten. Dazu gehören u.a. Wuselkirche für Kleinkinder mit Familien, Ehrenamtsschulungen für jugendliche Teamer und auch das Engagement in der städtischen Gemeinwesenarbeit in den jeweiligen Stadtteilen.
Der Pfarrer lädt die Gemeinde ein, sich über Spenden an dieser Arbeit zu beteiligen, denn die Gesamtkosten würden mit keinem Cent von der Kirche bezuschusst. „Wir brauchen Menschen, die ihren Zehnten oder zumindest einen Teil ihres Einkommens als Spende geben, damit die Arbeit die kommenden zwei Jahre finanziert werden kann und vielleicht auch über die zunächst drei Jahre befristete Zeit“, sagt der Pfarrer – möglich sei dies auch unkompliziert und sicher über eine Onlinespende per Paypal auf der Homepage. In ganz Kurhessen-Waldeck gäbe es keine weitere Gemeinde, in der eine komplette Kinder-, Jugend- und Gemeindereferentinnenstelle allein über Spenden finanziert werde, beschreibt er die besondere Herausforderung.

Zukunftsaufgabe: Kommunikation von Mensch und Gott

„Die Kirche braucht Orte und Gelegenheiten zur Kommunikation von Gott und Mensch. Daran arbeiten wir und darin sind wir kreativ“, schaut Pfarrer Stefan Bürger, der dieses Jahr 21 Jahre an der Kreuzkirche seinen Dienst tut, in die Zukunft. 
Im Anschluss an den Gottesdienst, der musikalisch durch den Chor „MaberTones“ unter Leitung von Claudia Sauer und an der Orgel durch Christopher Schnell begleitet wurde, feierte die Gemeinde mit Angeboten für Kinder und kulinarischen Leckereien bei Sonnenschein ihr Gemeindefest unter den Kastanien. Die Wahllokale waren bis 16.00 Uhr geöffnet. Das Ergebnis der Abstimmung wurde am Wahlabend bereits auf der Homepage veröffentlicht. (www.kreuzkirche-fulda.de)
 
Fotos (Malte Bürger / Stefan Bürger): Impressionen vom Gemeindefest


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