Veröffentlicht am 19.05.2019
Das letzte KV-Transparent liegt jetzt schon fast zwei Monate zurück. Heißt das, in dieser Zeit ist nichts gewesen? Oh doch, einiges: Kniffliges und Schönes, zu dem erst jetzt ein Zwischenstand gegeben werden kann.
 

Gespräch mit Dekan Seeberg Ende März

Zuletzt hat die Kreissynode, zu der jede Gemeinde ihre Delegierten aussendet, getagt, um über das neue Pfarrstellengesetz zu beraten und einen Pfarrstellenplan aufzustellen. Im Vorhinein gab es einen Ausschuss, der eine Vorlage erarbeitet hatte. In der Vorlage wurde deutlich, dass die Kreuzkirche zwar zahlenmäßig eine weitere halbe Pfarrstelle bekommen könnte, diese aber zur Folge hätte, dass an anderen bestehenden Pfarrstellen eingespart werden müsste, was letztlich nicht mehrheitsfähig gewesen wäre.
Um Dekan Bengt Seeberg die Situation der Kreuzkirche und ihres Pfarrers zu schildern, lud der Kirchenvorstand Ende März vor der Synode Dekan Seeberg zum Austausch ein. Der Kirchenvorstand machte dabei deutlich, dass für die Gemeinde eine weitere halbe Pfarrstelle sehr wichtig sei, da die Gemeinde in den letzten Jahren enorm gewachsen ist und zukünftig („Weiße Stadt“ in Haimbach) noch weiterwachsen wird. Dekan Seeberg hatte Verständnis für das Anliegen der Gemeindeleitung, und es kam zu einem guten und konstruktiven Gespräch. 
Die Synode blieb dann allerdings - wie zu erwarten war - bei der vorbereiteten Vorlage. Diese war letztlich mehrheitsfähig. Dennoch war sich der Kirchenvorstand einig, dass das Gespräch mit Dekan Seeberg wichtig und zukunftsweisend war.
 

Dienstbeschreibung für Pfarrer Bürger

Um eine Überbelastung des Pfarrers abzufedern, muss mit der Kirchenleitung (Dekan) und dem Kirchenvorstand besprochen werden, welche Aufgaben beim Pfarrer ggf. zu reduzieren sind. 
Dazu hat Pfarrer Bürger ein persönliches Gespräch mit Dekan Seeberg geführt. In der 21. KW wird die von Bürger vorbereitete Dienstanweisung dann mit Dekan Seeberg und dem Kirchenvorstand besprochen und ggf. beschlossen. „Künftig werde ich etwa ein Drittel weniger Gottesdienste halten, Beerdigungen etc. vornehmen und auch weniger Geburtstagsbesuche machen“, beschreibt Bürger seine Situation. Eine Stelle, die bei 150% liegt, kann Pfarrer Bürger nur zu 100% ausfüllen. Übrig blieben also etwa 50%. Inwieweit Gottesdienste von anderen Personen übernommen werden oder auch mal wegfallen, muss jetzt besprochen werden. Kasualien (Taufen, Trauungen, Beerdigungen) werden natürlich fortgeführt, ggf. unterstützen kurz- und mittelfristig Kolleg*innen aus Gemeinden, die zahlenmäßig weniger werden. Genaueres muss noch besprochen und entschieden werden.
 

Ausflug zum Abschied

Soweit zum Kniffligen. Das Schöne lässt sich leicht beschreiben. Der Kirchenvorstand hat kürzlich an einem Samstag einen Ausflug nach Frankfurt am Main unternommen. Mit dem Regionalzug (Hessen-Ticket) konnte man bequem anreisen und dann in der Kleinmarkthalle etwas „Neißeln“. Eine interessante eineinhalbstündige Führung zeigte uns die Neue Altstadt. Bei Kaffee und Kuchen blieb Zeit zum Aufwärmen und Unterhalten, anschließend besichtigten wir noch die geschichtsträchtige Paulskirche. Eine musikalische Vesper in der Dreikönigskirche direkt am Main brachte die zehn Mitglieder spirituell zusammen, ein persönliches Gebet im Altarraum rundete die Andacht ab.
Das Abendessen ließen wir uns in Sachsenhausen in einer klassischen Apfelweinwirtschaft schmecken. Alle waren sich einig: Wir hatten einen sehr, sehr schönen Ausflug.


Kontakt