Veröffentlicht am 30.03.2019

Keine weitere halbe Pfarrstelle in der Kreuzkirche – aber Unterstützung 

Seit längerer Zeit bemüht sich der Kirchenvorstand aufgrund des Gemeindewachstums um eine weitere halbe Pfarrstelle. Am 28.3.2019 ist die Entscheidung in der Kreissynode Fulda gefallen, dass es vorerst keine weitere halbe Pfarrstelle in der Kreuzkirche geben wird.

Zum Hintergrund

Zum Jahr 2020 wird auf mittlerer Ebene (Dekanat, Kirchenkreis Fulda) ein Pfarrstellenplan beschlossen. Damit entscheidet die Kreissynode, wie die Pfarrstellen im Kirchenkreis verteilt werden sollen. Sie hat sich dazu hauptsächlich zwei Kriterien gegeben: 
  • möglichst nicht in bestehende Dienstverhältnisse einzugreifen
  • möglichst keine ¾ Stellen vorzuhalten, sondern ganze oder halbe 
Die Landeskirche vergibt die Pfarrstellen in die Kirchenkreise nach Gemeindegliedern (85%) und Fläche (15%). Aufgrund dieser Verteilung hätte die Kreuzkirche eine zusätzliche ½ Pfarrstelle bekommen, genauso auch die Kirchengemeinden Bad Salzschlirf/Großenlüder und Petersberg. Gleichzeitig müssten etwa sieben Pfarrstellen im Bereich Rhön und Hünfelder Land auf ¾ Pfarrstellen reduziert werden, was aber in den grundsätzlichen Kriterien vermieden werden sollte. Reduziert man aber in den weniger werdenden Gemeinden nicht, ist auch kein Spielraum woanders zu erweitern.
Um einen Ausgleich herzustellen, sieht das Beschlusspapier des Kirchenkreises vor, dass die Pfarrstellen mit weniger werdenden Gemeindegliedern ab 2022 u.a. die mehr werdenden Gemeinden unterstützen. Genaueres wird dazu in Dienstbeschreibungen für die Pfarrerinnen und Pfarrer geregelt.
 
Gemeindeentwicklung der Kreuzkirche

Fröhlich Kirche sein - Verfahrensantrag der Kreuzkirche angenommen

Auf der Synode hat sich Pfarrer Bürger zu Wort gemeldet und die Sicht der Kreuzkirche, aber auch der wachsenden Gemeinden insgesamt, dargestellt (s. Wortlaut). Die Kreuzkirche hat zudem verschiedene Punkte eingebracht, die bei zukünftigen Personalveränderungen im Kirchenkreis beachtet werden sollen. Teile davon wurden auf der Synode mit Mehrheit angenommen (s. Anlage).
„Ich habe auf der Synode jetzt dem Pfarrstellenplan zugestimmt. Wichtig war mir aber, dass im Blick ist, dass die wachsenden Gemeinden zukünftig Entlastung bekommen. Sobald es Personalveränderungen im Kirchenkreis gibt, müssen diese Gemeinden Berücksichtigung finden“, beschreibt Pfarrer Bürger seine Position.
Nichtsdestotrotz wird Bürger mit dem Kirchenvorstand auch kurzfristig darüber nachdenken, in welchem Bereich der Gemeindearbeit es Kürzungen und Entlastungen für den Pfarrer geben kann, um weiter fröhlich Pfarrer und weiter fröhlich Kirche zu sein.
 
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