Veröffentlicht am 02.11.2018

Reformationsgottesdienst in der Christuskirche / Neuer Kooperationsraum

Der feierliche Gemeinschaftsgottesdienst von zehn Pfarrern zum Reformationstag in der vollen Christuskirche war der Startschuss für den Kooperationsraum Fulda-Mitte.
 
Foto: Malte Bürger
„Wir wollen uns ergänzen, unterstützen und Neues wagen.“ Mit diesen Worten beendete Wolfgang Echtermeyer den Reformationsgottesdienst. Zugleich gab er so die Gründung des neuen Kooperationsraums Fulda-Mitte bekannt. „Wir wollen was bewirken in unseren Gemeinden.“ Künftig teilt sich der Kirchenkreis in vier Kooperationsräume: Nord, Rhön, Süd und Fulda-Mitte. Letzterem gehören die Gemeinden der Gesamtgemeinde Fulda (Bonhoeffergemeinde, Christophorus-, Christus-, Kreuz-, Luther-, Matthäus- und Versöhnungskirche) sowie die Petersberger Gemeinde St. Johann und die Evangelische Kirchengemeinde Bad Salzschlirf-Großenlüder an.

Besonderheit im Gottesdienst war die Predigt: Die zehn Pfarrer erzählten in Ausschnitten von ihrer persönlichen Reformation. Zum 501. Mal jährt sich dieses Jahr der Thesenanschlag Luthers, und der Reformator war Bezugspunkt jeder der kleinen Geschichten. So sprachen Stefan Bürger, Anke Mölleken und Marvin Lange mit Christian Pfeifer und Chantal Daum davon, dass Gott die Menschen ohne Leistung liebt und ihnen Gerechtigkeit bringt. Dabei erzählten sie von einem Vater, der ohne Grund Gnade gegenüber seinem Sohn walten lässt, von einem Sohn, der glaubt, nur für gute Noten geliebt zu werden, und von Kirchenmitgliedern, die Menschen vorschnell verurteilen, weil sie Halloween feiern.
Thema war auch das Einstehen für seine Überzeugungen und sein Gewissen, das von Tina Oehm-Ludwig, Dr. Michael Grimm und Laura Baumgart aufgegriffen wurde.

Dekan Bengt Seeberg erzählte von einem Apfelbaum, der trotz der Dürre erste Früchte trage: „Drei Äpfel als Gleichnis für Vater, Sohn und heiligen Geist“, sagte er. Gott nehme die Zukunftsangst, und genauso habe Luther Gott damals neu entdeckt. Fried-Wilhelm Kohl verwies auf seine Begegnungen mit Luther, indem er auf das Kunstwerk, das seit gestern in der Christuskirche zu bestaunen ist, hinwies: Ein 1517 Zentimeter hohes Bild Luthers aus 95 Segmenten. „Die Reformation ist nicht abgeschlossen“, sagte Echtermeyer. Er rief dazu auf, sich in schwierigen Zeiten offen zu bekennen.
Der Gospelchor unter Leitung von Bezirkskantorin Brigitte Lamohr und der Posaunenchor unter Leitung von Joachim Enders gestalteten den musikalischen Rahmen.

Quelle: Fuldaer Zeitung, 1.11.2018 / Lea-Marie Kläsener


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