Veröffentlicht am 05.06.2018

Künstlerin Christine Hartmann bringt moderne Kunst in die Kreuzkirche Fulda 

Zehn Jahre nachdem die Künstlerin Christine Hartmann (Atelier14, Harmerz) ein Altarbild für die Kreuzkirche gestaltet hat, vollendet die 51-Jährige jetzt das künstlerische Gesamtkonzept des Gotteshauses mit neuer Altarplatte und Antependien. Diese Arbeiten wurden den rund 120 Gottesdienstbesuchern von der Künstlerin vorgestellt.
 
Fotos: Kreuzkirche
Im AAAnderen Gottesdienst (Ausschlafen – Aufatmen – Aufeinander zugehen) der Gemeinde, beschreibt Christine Hartmann, wie sich die einzelnen Kunstwerke in der Kreuzkirche immer mehr zu einem künstlerischen Gesamtkonzept entwickelt hätten. 2008 gestaltete sie nach einer persönlichen Glaubenserfahrung aus Dank das große farbenfrohe Triptychon über dem Altar. Es folgten das Altarkreuz und zwei Jahre später eine Pulkanzel, beide aus dem gleichen Lindenholzstamm. Mit der baulichen Erweiterung der Kreuzkirche unterstützte die Künstlerin die Gemeinde durch ein 105-teiliges Mosaikgemälde zur Schöpfungsgeschichte. Vielen Fördervereinsmitglieder gehört nun symbolisch ein quadratisches Mosaikstück, das im Original im Gemeinderaum einen Platz gefunden hat. Beim 50-jährigen Jubiläum der Kreuzkirche in 2015 wirkte sie erneut künstlerisch mit, indem sie auf Grundlage des Bibelwortes: „Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben!“ einen Weinstock malt. Jeder Gottesdienstbesucher konnte sich durch Fingerabdruck als Weintraube auf dem großen Gemälde verewigen.

Licht Leitthema

Nun hat die Kreuzkirche der Künstlerin den Auftrag zur Gestaltung des Altarraums gegeben. Es entstanden fünf hängbare Altarplatten (Antependien), sowie passend dazu, der farbliche Schmuck an Kanzel und Taufstein. „Leitthema aller Antependien ist das Licht. Verschiedene Lichtworte der Bibel haben mich bei der Gestaltung inspiriert und in ihrer tiefen Aussagekraft auch sehr bewegt“, so die Künstlerin.
Froh sei sie, dass der Kirchenvorstand zugestimmt habe, auch die Altarplatte zu erneuern. Stark sei, dass auch dieses Holz noch vom gleichen Baum wie Kanzel und Altarkreuz stammt. „Kreuz, Kanzel und Altar sind eine geistliche Einheit und dies wird dadurch in besonderer Weise symbolisch deutlich!“ so Hartmann.
Bei den Tischlerarbeiten wurde Christine Hartmann durch den Tischler- und Restaurationsmeisters Hans Obenhack aus Schlitz Hartershausen unterstützt. Farblich und künstlerisch passe jetzt zusammen, was zusammengehört, Altar mit Kreuz, Taufstein und Kanzel besitzen die gleiche Bild- und Formensprache. Die Kosten für Altarplatte und Antependien werden durch den Erlös aus dem Weihnachtsmarkt 2017 und größeren und kleineren Geldbeträgen zu einem Großteil aus Spenden finanziert.
 

Pfarrer Bürger: Wenn wir Gott suchen, findet er uns

Pfarrer Stefan Bürger nimmt sich in seiner von Video und Präsentation gestützten Ansprache auch des Symbols Licht an. Man brauche Licht, wenn einem der Glaube verloren zu gehen drohe. Wichtig sei dann, dass man am richtigen Ort suche. Gerade die Verbindung von Altar, Kanzel und Taufstein mit ihren kirchenjahrestypischen Farben, grün, rot, weiß, schwarz und violett zeige, dass es ein Wort Gottes sei, das in der Predigt und den Sakramenten, Taufe und Abendmahl, verkündigt werde, durch das sich der Glauben finden lasse: „Wenn Jesus sagt, ich bin das Licht der Welt oder in Jugendsprache ‚I bims‘ – wie ein Videoclip es humorvoll aufnimmt -  will er uns beschenken und sich finden lassen. Wenn wir Gott suchen, findet er uns“, so der 49-Jährige, der dieses Jahr 20 Jahre Pfarrer an der Kreuzkirche ist.

AAAnderer Gottesdienst mit hohem Ehrenamtsengagement

Musikalisch gestaltet wie immer die Kreuzkirchenband mit modernen geistlichen und Liedern aus den Popcharts den Gottesdienst. Ein Team Ehrenamtlicher wirkt moderatorisch und technisch im Gottesdienst mit. Rund 25 Kinder im Alter von 3-12 Jahren waren zum parallelen Kindergottesdienst gekommen. Im Anschluss gab es noch Gelegenheit, mit der Künstlerin zu sprechen und bei Essen und Getränken einander zu begegnen.
Der nächste AAAndere Gottesdienst findet nach den Sommerferien am 16. September 2018, um 11.00 Uhr, zum Thema „Indifferent? Generation Y? Wie wir als Kirche damit umgehen können.“ Die Kunstwerke können zu den Gottesdienstzeiten angeschaut werden.

=> Mehr zur Kunst in der Kreuzkirche
 


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