Veröffentlicht am 12.02.2018

Ergebnisse der Umfrage zur Kinder-, Jugend- und Gemeindereferentenstelle

Von Dezember bis Januar hatten wir Gemeindegliedern und anderen die Chance gegeben, ihre Meinung zur neu zu errichtenden Stelle abzugeben. Abgestimmt werden konnte über einen anonymen Google-Fragebogen. Bekannt gemacht hatten wir die Umfrage über Gottesdienste, soziale Netzwerke (Facebook), über unsere Homepage und auf dem Liedblatt an Heiligabend.
 

Zur Personenstatistik

 
59 Personen haben ihre Meinung durch den Fragebogen kundgetan. Die stärkste Altersgruppe waren die 40-50-Jährigen, aber letztlich haben sich alle Altersgruppen an der Umfrage beteiligt, 60% davon weiblich. 78% gehören der Kreuzkirchengemeinde an, 12% sind katholisch und 8% aus anderen evangelischen Gemeinden. 50% nutzen regelmäßig die Angebote der Kreuzkirche. Bei 45% sind es Kinder, die die Kreuzkirche besuchen. 46% der Befragten geben an, ehrenamtlich in der Kreuzkirche aktiv zu sein.
 

Kinder- und Jugendarbeit steht im Vordergrund

 
49 Personen (von 59) wünschen sich von dem neuen Mitarbeiter Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit, 25 Begleitung von Ehrenamtlichen, 24 Gemeindeangebote und 19 soziales Engagement der Mitarbeiterin. Diese Erhebung zeigt, dass der größte Wunsch in der Gemeinde bei der Kinder- und Jugendarbeit liegt. Dies deckt sich auch mit Vorstellungen des Kirchenvorstands und mit den Menschen, die großzügige Spendenzusagen gegeben haben. So wurde auch entschieden, dass 50% der Stelle für die Kinder- und Jugendarbeit unserer Gemeinde bestimmt sein sollen, die anderen Aufgaben dann die weiteren 50% der Stelle ausmachen.
 

Freizeiten erwünscht

 
Interessant ist, dass bei den konkreten Fragen, wie die Kinder- und Jugendarbeit aussehen soll, der höchste Ausschlag bei Jugendfreizeiten war, gefolgt von regelmäßigen Kinder- und Jugendgruppen. Weniger wurde für Chöre oder Kinderbibeltage votiert.
Auch im Bereich der Gemeindearbeit stimmten viele Personen für Freizeiten für Familien. In der Stellenausschreibung haben wir von daher auch Freizeiten für Jugendlich als Beispiele für die Arbeit herausgegriffen.
 

Gemeindearbeit: Vernetzung von Kinder-/Jugendarbeit und Familienangeboten

Neben den Freizeiten für Erwachsene und Familien (35 Personen), wurden Seminarangebote (33) und ein monatlicher Bibelkreis (26) präferiert, leicht dahinter Chorangebote. Deutlich wurde uns dabei, dass es eine Vernetzung von Kinder-/Jugendarbeit mit Angeboten für Familien geben soll. In Verbindung mit den gewünschten Seminaren ist uns beispielsweise ein Tauf-/Patenseminar in den Sinn gekommen, das in die Ausschreibung miteinfließt.
 

Sozialarbeit nennen wir zukünftig diakonische Arbeit

Ein Votum meinte, dass doch Sozialarbeit der Stadt überlassen werden sollte. Die Umfrage ergab aber insgesamt, dass doch etwa ein Drittel der Befragten, soziale Arbeit der Kirchengemeinde für wichtig hält. Uns ist im Nachhinein bewusstgeworden, dass wir besser von diakonischer Arbeit sprechen, d.h. einer Arbeit, die im Sinne der Nächstenliebe Christi sich um Schwache kümmert, ohne nach Religion oder Herkunft zu fragen. Das kann in den Gremien der Fulda Galerie und Münsterfeld genauso geschehen, wie in der Einzelbetreuung oder auch aktuell in den Integrationsbemühungen um Geflüchtete, was die größten Befürworter hatte.
 

Vernetzung mit Jugendarbeit des Kirchenkreises

 
Im Lauf der Umfrage fragten wir auch danach, ob eine Vernetzung mit der Kinder- und Jugendarbeit des Kirchenkreises Fulda gewünscht sei. Unsere letzte Stellenbesetzung war eine Kombinationsstelle von Gemeinde und Kirchenkreis. Die Gemeinde hatte einen knapp zehnprozentigen Personalkostenanteil zu tragen (5000 €) und bekam dafür etwa eine ¼ Stelle. Den Rest der Zeit verbrachte der Referent in Projekten des Kirchenkreises.
Mit der neuen Vollzeitstelle in der Kreuzkirche gibt es ein ganz anderes Bild: Die Stelle wird komplett durch die Kreuzkirche finanziert bzw. über Spenden, die der Kreuzkirche zu Gute kommen sollen. Interessant ist insofern das Ergebnis, dass etwa 2/3 der Befragten sich eine Kooperation mit dem Kirchenkreis wünschen, 75% allerdings wünschen, dass diese Zeitkontingente vom Kirchenkreis finanziell erstattet werden. In der Stellenausschreibung haben wir daher zunächst keine gemeinsamen Projekte angedacht, dennoch die persönliche Vernetzung für den Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin mit den Referenten des Kirchenkreises als wünschenswert angesehen. Hier ist sicher noch ein Dialog mit dem Kirchenkreis und dem Jugendpfarrer zu führen.
 

Wir können mit Spenden rechnen!

 
Jeder, der an der Umfrage teilgenommen hat, konnte angeben, ob er sich eine Spende für die Vollzeitstelle vorstellen könne. 35% sagten Ja, 56% vielleicht und nur 9% Nein. 32 Personen gaben an, eher einmalig zu spenden, 19 konnten sich auch eine regelmäßige Spende vorstellen. Genauer nachgefragt würden 50% unter 100€ spenden, 30% rund 100€, 3 Personen zwischen 100-500€ und sogar 5 Personen über 500€. Dieses Potential erfreut den Kirchenvorstand, zeigt es doch, dass Menschen sich eine Stelle wünschen und auch gern bereit sind, diese Arbeit finanziell zu unterstützen. Mit Besetzung der Stelle werden wir uns mit einer Spendenbitte auch an die Gemeinde wenden.
 

Stellenausschreibung

Die Umfrageergebnisse hat der Kirchenvorstand an einem Samstag in seine Überlegungen zur Stellenausschreibung eingebracht. Unterstützt wurde die Gemeindeleitung durch Teamleiter aus dem Bereich der Kinder- und Jugendarbeit.
Ein Ausschuss des Kirchenvorstands hat nun eine Stellenausschreibung entworfen, die gerade noch von der Verwaltung geprüft wird und Mitte Februar ausgeschrieben werden soll. Die Ausschreibung geht vor allem an theologische und kirchliche Hochschulen, da der Bewerber neben einer pädagogischen Qualifikation auch eine theologische haben soll. Sobald die Stellenausschreibung fertig ist, wird sie hier veröffentlicht.


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