Veröffentlicht am 20.12.2017

2. Fuldaer Weihnachtssingen – emotional und ausverkauft

Weihnachtslieder singen, wo sonst junge Menschen tanzen und die Nacht zum Tag machen. 500 Menschen aller Altersgruppen feiern am Abend des 3. Advents gemeinsam im Kulturzentrum Kreuz e.V. bei „Kreuz meets Kreuzkirche“ – sie singen fröhlich Weihnachtslieder.
 
 
Fotos: Malte Bürger
In Großstädten wie Berlin und Köln oder im Stadion auf Schalke kommen diese Tage tausende Menschen zum friedlichen und fröhlichen Weihnachtssingen zusammen. Das gibt es seit letztem Jahr auch in Fulda Nach dem letztjährigen Erfolg hatte der Förderverein „Zukunft bauen“ der Evangelischen Kreuzkirche Fulda“ erneut zum Weihnachtssingen eingeladen. Mit dabei war wieder die bekannte Fuldaer Band „Soundaholics“. Klassische kirchliche Weihnachtslieder wie „Alle Jahre wieder“ und moderne Songs  wie „We wish you a merry christmas“ wechselten sich ab. Mal rockig, mal still – immer emotional. Textsicher musste keiner sein, denn Liederhefte gab es für jeden, der gekommen war. 500 Menschen sangen gemeinsam im Club „Süßer die Glocken“, „Happy Christmas“ und „Leise rieselt der Schnee“. 
 
 
 
Emotionaler Höhepunkt waren die Gesangsstücke des über 40-köpfigen Kinder- und Jugendchores der katholischen Innenstadtpfarrei unter der Leitung von Johannes Haubs. Stimmungsvoll wurden auch diese Beiträge mit den Soundaholics zusammen präsentiert. „Manche Kinder können noch nicht einmal lesen, aber sie waren mit großer Freude dabei. Das freut mich sehr“, sagte der Chorleiter.
Pfarrer Stefan Bürger fragte seine besondere Gemeinde des 3. Advents im Anschluss an das Lied „White Christmas“, von was sie träumen – außer von der weißen Weihnacht? „Natürlich wünschen wir uns, dass die Tage merry and bright sind, schön und hell. Solch ein Weihnachtssingen kann uns Weihnachten näherbringen und hell machen“, so der Pfarrer in seinem Impuls auf der von bunten Strahlern beleuchteten Bühne. Besonders hob er dabei den Kinder- und Jugendchor hervor. „Es ist auch ein ökumenisches Signal nach Fulda. Ökumene gelingt da, wo gesungen und Gott gelobt wird. Oder meinen Sie, einmal im Himmel wird es konfessionsverschiedene Chöre geben?“, gibt der 49-jährige zu bedenken.
 
 
 
Der Abend ist ein großes Kooperationsprojekt von Kreuzkirche und Kreuz e.V., unter Mitwirkung der Soundaholics, des Chors, Menschen an Technik, Licht und Ton, finanziell unterstützt von Partnern – sogar ein Clown ist gekommen. Dass dieser Clown den Pfarrer bei seinem zweiten Auftritt auf der Bühne unterbricht, damit hatte – außer dem Veranstalter – wohl keiner gerechnet. Michael Schwarz vom Kulturzentrum Kreuz e.V., der gerade eine Clownsausbildung absolviert, tat dies und brachte die Besucher kräftig zum Lachen. „Wie gut das Miteinander von allen Akteuren gelang, sieht man an dieser kleinen humorvollen Einlage“, so der 2. Vorsitzende des Kulturzentrums.
 
Was bleibt? Ein gelungener, fröhlicher Abend in der Adventszeit. Kirche geht hinaus – dahin, wo die Menschen sind. Familien und Kinder sind gekommen, Alte und Junge, Gesangstalente und Menschen, die einfach mitsingen, so gut sie können.
Wird es im nächsten Jahr wieder ein Fuldaer Weihnachtssingen geben? Peter Müller, Vorsitzender des Fördervereins, weiß darauf eine schnelle Antwort: „Klar soll es ein 3. Fuldaer Weihnachtssingen geben, gern mit allen vertrauten Akteuren. Vielleicht können wir uns zusammen mit dem Kreuz einen etwas größeren Raum suchen, in dem nicht nur 500, sondern 700 Personen Platz haben. Als Termin schwebt uns dann der 4. Advent, der 23.12.2018 vor.“ Am Ende wären nämlich die Karten zur Neige gegangen, so dass es keine Abendkasse mehr gab. Nach dem Erfolg des Abends kann man wohl sicher sein, dass dieser Raum zum „3. Fuldaer Weihnachtssingen“ wieder gefüllt sein wird – mit allen, die diesmal da waren und freudig davon weitererzählen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


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